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Willkommen im Circus Maximus

Bestimmt hast du den Begriff Circus Maximus schon einmal gehört.
Aber weist du auch wie es wirklich zu und her ging?
Mit dem heutigen Zirkus hat das wenig zu tun. Der Name Circus geht viel mehr auf das lateinische Wort Circus (Kreis, Rennbahn)
zurück. Maximus heisst soviel wie gross!
Also handelt der nachfolgende Text von der grossen Rennbahn...

Allgemeine Infos

Der Circus Maximus zwischen den Hügeln Palatin und Aventin entstand schon zu Beginn des Römischen Reiches. Schon um 500 v. Chr. vergnügten sich hier die Zuschauer bei Schaukämpfen und Spielen. Diese Art der Unterhaltung und des Nervenkitzels fand bei den Römern immer mehr begeisterte Anhänger. Der Circus Maximus bekam eine immer prachtvollere Ausstattung und wurde mehrmals vergrößert. Schließlich fanden auf den Tribünen mehr als 250.000 Menschen Platz.

Wagenrennen Circus Maximus

Der Circus maximus hatte eine Länge von 600 m und eine Breite von 150 An der Westseite lagen die Boxen für die Gespanne, die careres, die anfangs aus Holz, später aus Tuffstein oder Marmor bestanden. Die Arena, ein sandiger Platz war vollständig eben. Der Sand hatte den Zweck, den Aufschlag der hufeisenlosen Pferde zu mildern.

Durch die Mitte der Arena verlief eine Aufschüttung, die sie in zwei Bahnen teilte. Um diese spina herum mussten die Lenker ihre Rennwagen führen. An jedem ihrer Enden standen drei Malzeichen in Form eines Kegels aus vergoldeter Bronze (metae) zur deutlichen Markierung. Wagenrennen wurden mit Streitwagen durchgeführt, die mit zwei oder vier Pferden bespannt wurden. Seit wann es sie gibt, ist unklar; die erste literarische Erwähnung findet sich bereits in der Ilias, die von einem Rennen zu Ehren des verstorbenen Patroklos erzählt.

Der Sage nach war ein von Pelops gewonnenes Wagenrennen der Anlass für die ersten Olympischen Spiele. Tatsächlich wurden erst seit 680 v. Chr. Wagenrennen bei den Spielen abgehalten. Im Gegensatz zu den anderen altgriechischen Sportlern waren die Wagenlenker nicht nackt - wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen. Viele mächtige Persönlichkeiten der griechischen Welt - auch Tyrannen und Könige - ließen bei den Olympischen Spielen eigene Wagengespanne antreten, da ein Sieg als äußerst ehrenvoll galt und dem "Sponsor" enormes Prestige einbringen konnte.